Kirchliche Trauung in Neuffen

Die kirchliche Trauung ist der Gottesdienst zur Eheschließung. Nach evangelischem Verständnis wird die Ehe auf dem Standesamt gültig geschlossen und im Gottesdienst gesegnet. Die Ehe ist eine bürgerliche Ordnung, der Gott seinen Segen verheißen hat.

 

Paare mit Heiratswunsch melden sich am besten frühzeitig zur Planung eines Termins für die kirchliche Trauung. Dabei wird dann auch abgesprochen, wann das Kennenlern- und Vorbereitungsgespräch mit der Pfarrerin/dem Pfarrer stattfinden soll.

Zum Eheverständnis

Nach biblischer Ordnung hat Gott die Ehe als lebenslangen Bund zwischen Mann und Frau eingerichtet. Die Ehe genießt besonderen Schutz (6. Gebot: "Du sollst nicht ehebrechen"). Sie wird vollzogen durch einander beiwohnen und miteinander wohnen und sie wird gebrochen durch Untreue. Die Ehe genießt besonderen Schutz, weil sie Ort für tiefstes menschliches Miteinander ist. Sie ist der einzigartige Ort für das mögliche Zeugen neuen Lebens.
 
Das Eheversprechen bei der Trauung lautet: NN, willst du mit NN, deiner Ehefrau/deinem Ehemann nach Gottes Verheißung leben, sie/ihn als Gottes Gabe lieben und ehren und ihr/ihm in Freud und Leid treu bleiben, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, und Gott helfe mir.
 
Gottes Gebot zur Treue in der Ehe zielt darauf, dass Mann und Frau auch in den Wechselfällen des Lebens gegenseitig damit rechnen können, dass jemand für sie sorgt. Gerade die Veränderung der Lebensformen in der Gegenwart lassen spüren, wie wichtig funktionierende Familien für die Gesellschaft sind.

Probleme in der Ehe und mit der Ehe

Bei Eheproblemen können Sie sich an das Pfarramt oder die kirchlichen Beratungsstellen wenden (z.B. Esslingen). Es lohnt sich, an der Beziehung zu arbeiten. Viele Beziehungen sind durch Krisen noch tragfähiger geworden!

Wo sich Verhältnisse ergeben haben, die dauerhaft und ohne Aussicht auf Veränderung das nicht mehr Bestehen einer Ehe offenbaren und die den Verbleib in der Ehe nicht zumutbar sein lassen, ist eine Scheidung hinzunehmen. Im Glauben ist auch ein neuer Anfang möglich. Dazu gehört die Annahme der im Scheitern vorgefallenen Schuld. Wer bereut, darf mit dem Zuspruch der Vergebung rechnen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer bieten dafür seelsorgliche Begleitung an.