Details zu Kunst in der Martinskirche

Diese Seite bietet eingehendere Beschreibungen und einen Volltext der vorhandenen Inschriften.

Die Gliederung ist:

 

- Bauzier

- Kanzeldeckel

- Grabmale

- Weitere Inschriften

Details zur Bauzier

Schlusssteine im Chor

 

Westlich über dem Altar

Ein männliches Gesicht mit reichem Haar und Bart, als Christuskopf interpretiert. Der Blick freundlich entspannt (himmlisch gütig).

 

Mittig

Aus dunkelgrünen Blättern gebildete Blume mit eingezeichnetem sehr freundlichen, sonnigen Gesicht.

 

Östlich über dem früheren Hochaltar

Ein schwarzer Vogel mit einem weißen Haken in Schnabel und Klauen. Es könnte sich um den Raben handeln, der den Propheten Elia mit Nahrung versorgt (1.Kön.17,6).

 

Konsolen im Chor

Die Kapitellplatten sind alle oktogonal gestaltet mit einem Gesims aus oberer und unterer Ebene mit Kehle dazwischen. Farbgestaltung oben und unten rot und im zurückspringenden Mittelteil blau. Lediglich das Kapitell in der Nordostecke weist bei gleicher Gestaltung eine runde Platte auf.

 

Südseite unmittelbar am Chorbogen:

Oktogonale Konsole, die allerdings ohne nachvollziehbare funktionale Zuordnung neben dem Gurtbogen hängt und auch unterhalb zentrisch keine Verlängerung besitzt, sondern lediglich ein Loch hat.

 

Etwa 1 Meter darüber im Zwickel zwischen Kreuzgrat und Chorbogen:

Ein klumpenförmiger Rest, vermutlich wie auf der Seite gegenüber früher mit Vorderseite als menschliches Gesicht.

 

Konsole 1. Joch links von der Leinwand:

Weibliche Figur mit blauem Rock (oder nymphenmäßigem Flossenleib), rotem Obergewand, goldenen Haaren, Hände mit 4 Fingern gedreht zum Tragen wie von Atlanten bekannt.

 

Konsole 2. Joch Südseite:

5 weiße Blüten mit roter Dolde und grünen Stengeln jeweils  mit Blattwerk.

 

Kapitell/Konsole im Eck Südseite:

Drachentier rot mit Blick zum Langhaus, mit spitzen weißen Zähnen und heraushängender Feuerzunge, Drachenfüße und Schwanz mit eingerolltem Ende.

 

Kapitell/Konsole rechts hinten:

Braunes Raubtier mit roten Augen, roten Nasenlöchern und rotem offenem Mund. Die halbe Gesichtshälfte ist abgeschlagen, ebenso die Vorderläufe. Schwanz nach hinten zur Wand.

 

Kapitell/Konsole links hinten:

Frauenkopf, rotes Gesicht jugendlich offen und ernst, auf dem Kopf Haaransatz und Krone.

 

Kapitell/Konsole Eck Nordseite:

Frauenkopf, rotes Gesicht mit afrikanischer Typus, ein helles Kopfgebinde verdeckt alle Haare.

 

Konsole 2. Joch Nordseite:

Frauenfigur mit blauem Rock (oder nymphenmäßigem Flossenleib), betonte Brustpartie, braunes Oberkörpergewand, Hände auf Atlantenweise verdreht tragend, dabei das offene Haar mitnehmend.

 

Konsole 1. Joch Nordseite:

Grimmiger Kopf mit weit aufgerissenen Augen, spitze Zähne im weit aufgerissenen Mund umschließen einen runden Gegenstand mit einer Öffnung zentral nach unten.

 

Im Zwickel zwischen Kreuzgrat und Chorbogen:

Ein klumpenförmiger Kopf mit menschlichem Gesicht. Ein weiterer kleiner undefinierter Klumpen unweit entfernt.

 

Chorbogen und Konsolen

Der Chorbogen hat das Grundprofil eines halben in der Breite gedehnten Sechsecks.

 

Konsole Südseite:

Zwei Figuren, die sich das Hinterteil zustrecken: In Richtung Schiff blickt eine gebeugte Menschenfigur in kurzen Hosen mit kurzärmligem Oberleibgewand, die Ellbogen aufgestützt auf eine sechseckige Basis, die wohl Halt versprechen soll. Der Kopf ist nach innen gedreht mit Blick zum heutigen Taufstein und er wird durch einen Bart gestützt, den die raumseitige Hand unten ergreift. Von der zweiten Hand erscheinen Finger an der Basis aus der Wand kommend.

Die zweite Figur ist ein hundeartiges Tier, der Kopf geht nach Osten frei und hängt nach unten. Die hängende Zunge verbindet den Kopf mit der Konsolenbasis, die ebenfalls sechseckig angelegt ist, aber kleiner als die des menschlichen Trägers. Das Tier ist schwanzlos. Seine hinteren Läufe fußen auf einem floralen Knäuel.

 

Konsole Nordseite:

Die Anlage ist wie auf der Südseite. Zum Kirchenschiff hin fehlt die Figur samt Basis vollständig (abgeschlagen) bis auf einen nicht zu deutenden Rest (könnte eine Hand sein).

Nach Osten blickt ein Drache, von dem nur die hinteren Läufe und der Rücken erhalten sind, der mit den auf dem Kamm des Leibes verlaufenden Zacken krokodilartig wirkt. Die Zacken verlaufen ebenso auf der Rückseite des Unterlaufs der Hinterbeine.

 

Wandmalereien

 

1907 wurde im Chor gearbeitet (vgl. Darstellung Stadtpfarrer Metzger von 1909). Dabei entdeckte man unter anderen Schichten die Wandmalerei von Georg, der den Drachen tötet. Gegenüber fand man ein Wandbild vom heiligen Martin, aber in schlechterem Zustand. Über den uralten Wandbildern waren nachreformatorisch biblische Szenen gemalt: Über dem Georg die Berufung des Propheten Jesajas und gegenüber Szenen aus dem Leben der Patriarchen.

Man entschied damals alle Malereien wieder zu übertünchen und nur den Georg sichtbar zu lassen. Er wurde in Absprache mit dem Landeskonservator vom Kunstmaler Karl Wennagel aufgefrischt, der auch die Erneuerung der Bemalung von Gurtbögen, Kreuzgraten, Schlusssteinen und Konsolen erneuerte.

 

Sakristeigewölbe

 

Im Schlusstein ist ein hängender Kopf angebracht, der beim Eintritt durch die Tür über Kopf dem Eintretenden entgegen blickt. Mehrere Stufen Haare umkreisen den Kopf.

 

Konsolen am Gewölbeansatz:

Der Befund ist nicht eindeutig: Waren ursprünglich überall figürliche Konsolen vorhanden? Oder sind die vorhandenen figürlichen nachträglich angebracht?

Nordost:

Kopf wie der eines Christus, möglicherweise nachträglich angebracht.

Südost:

Kein Kapitell bzw. Konsole (fehlt).

Südwest:

Kein figürlicher Schmuck, Kapitellbereich geschwächt vermutlich bei früheren Einbauten.

Nordwest:

Kapitell Taube mit Heiligenschein, wohl Symbol für den Heiligen Geist. Darunter Dienst zum Boden, im untersten Teil verdickt.

Details zum Kanzeldeckel

Unterseite:

Mittig Taube auffliegend, außen herum Spruch (von außen zu lesen):

Der Geist des Herrn Herrn ist über mir darumb hat mich der Herr gesalbet. Er hat mich gesandt den Ellenden zu predigen, ein gnädiges Jahr des Herrn, Jes[us (fehlt durch Wandeinbindung verdeckt)]

 

Spruch außen um die Basis:

[Chri]stus spricht: Selig sind die das wort Gottes hören und be-wahren. Luce am Elften Capitel Ver: 28 [und ein goldenes Zeichen ähhnlich AO]

 

Figuren von rechts nach links:

Johannes d Täufer

     mit Kreuzstab und Lamm

S. Johannes

     mit Buch und Adler

S. Lucas

     mit Schreibtafel und geflügeltem Stier

Jesus Christus

     mit Heiligenschein und Schaf auf den Schultern

S. Marcus

     mit Buch und geflügeltem Löwen

S. Mathäus

     mit Buch und Schreibfeder, dabei geflügeltes Kind, das ihm das Tintenfass hält

[…] Mose

     mit Gesetzestafeln

 

Auf der Spitze:

Engel mit Buch in der Hand.

 

Schrift in Büchern bzw. auf Tafeln:

 

Buch des Engels auf der Spitze:

 

[in Klammern ergänzt nach Lutherübersetzung 1545]

Die Offenbarung S. Johannes 14. Cap

Und ich sahe einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewig Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde sitzen und wohnen, und allen Heiden und Geschlechtern und Sprachen und Völkern, und sprach[-]en mit grosser Stimm: Fürchtet Gott und gebet ihm die Ehre, denn die Zeit seines Gerichts ist kommen und beten an den, der > [gemacht hat Himmel und Erden und Meer und die Wasserbrunnen.]

 

Auf der Tafel des Evangelisten Lukas steht:

 

Evangelium S. Lucas 1 Cap

Sintemal sichs viel verwunden haben zu stellen zu stellen die Rede von den Geschichten, so unter uns ergangen sind, wie uns das gegeben haben, die es von Anfang selbst gesehen und Diener des Worts gewesen sind, hab ichs auch für >

Details zu Grabmalen

Grabplatte über Heizungsabgang

Grabplatte des 1352 verstorbenen Heinrich Schilling von Cannstatt und seiner Ehefrau Agnes von Sperberseck, gestorben 1350. Gilt als ältester Grabstein im Altkreis Nürtingen.

Die Schillings waren in Neuffen im "Großen Haus" als Vasallen der Herren von Neuffen Sesshaft geworden und stammten aus Cannstatt. Sie könnten die Stifter des Chores gewesen sein.

Rechteckige mächtige Platte in glattem, gestrichenem Stein mit abgeschrägtem Rand. Die Platte wurde laut Aufschrift unten rechts 1891 renoviert und dabei möglicherweise gründlich überarbeitet.

Auf der Fläche oben eine Kanne auf Helm,

darunter Wappenschild mit Kanne (beides vermutlich erneuerte Teile).

Unten ein in 16 Teile geteiltes Stichwappen, der geschachtete Schild der Sperberseck, um das Wappen ein Ring mit Aufschrift (dieses Wappen vermutlich original).

 

Die Aufschrift ist noch zu deuten:

Schrift auf dem Ring um das Wappen:

AO [undeutlicher Bereich: verkehrtes G, qqOC LOB verkehrtes GNNA] Agnes Uxor Sua de Sperbersek

 

Schrift auf dem äußeren abgeschrägten Plattenrand (von links oben nach unten angefangen):

Anno … Schilling Miles Invictus

fund tist atariu S Cacel

constructorum v consecratorum thorg bti Iohis Berte

GZMTR O ete u ginu +

 

Grabstein im Chor oben an der Wand

 

Grabstein des Berthold Schilling, gestorben 1479.

 

Gestalt:

Rechteckige Grundform, darauf wilde florale Ornamentik, die gotische Formen als Astwerk nachzeichnet, zum Teil abgegangen.

Zentral oben eine Kanne, darunter ein Helm und schließlich ein Schild mit der Kanne als Wappenschild.

 

Schrift gotische Minuskeln [Entzifferung für diese Darstellung noch nicht gelungen].

Auf dem Rand rechts von oben nach unten: xxxxxx und himmlische xx

Auf dem Rand links von unten nach oben: genant gritlin dem tot

Schriftband:

ano

ing

wl.m

tl.t.tl

iar im dem x tag

des merzen starb

derenl

undolf

altold

ltlsitl

 

 

Grabplatte rechts auf Nordseite Chor

 

Rechteckige Sandsteinplatte, wurde 1908 vom Kirchhof in die Kirche verlegt.

Zentral ein Kreuz mit Dreipass an den Enden, unten ein Wappen (Kanne über Trauben?).

 

Inschrift Rand, beginnend oben links:

Zuvor Anno 1620 den 6. October wurden n[zerstörter Eckbereich]gst hie neben ob ehrngedachte M. Hern, Zwen ivngeknaben Welche in erster Ehe erzeigt [unterer Rand mit vielen Schäden]vi dich Wolf AT 5 Iahr Welche durch Vergeb öhr v ihrer Magt erbermlich Tods Gestorben.

 

Inschrift Feld:

Negst hirfor ligt zu Ruoh und haret uff den gr

ossen Tag des Herrn, die Edle vihl Tugendreiche

Frau Anna Maria des edlen Best..gend und

manhaften Herrn Johan Werttwein

F. W. Wolbestesten Hauptmans der Vestung

Hohenneuffen gewesne Liebe Hausfrauen

geborne …. in i G ieß alters 33 [oder 37] Jahr

welche in der Eh nur 48 Wochen ge

lebt. Und den 18 Junij 1622 nachts

zu 12 uhr mit höchsten Schmerzen doch

grosser Gedult einer do?chter gensen so

Ursula Elenora

getauft bald drauf in 2

stunden gar sonst und delligsich im

Herzen entschlaffen den andern Jullij

hernach volgete gleicher gestalt

auch das liebe Kind und ward zu der

Murter ein gelegtt Welchen Beden

der Almechtige Gott am Jüngst

tage ein frehlich Ufferstehung ver

leihen wolle. Amen. Amen.

Ich haß Jahei die Hasser dem

die dir Bilde? im Wort zu…

 

Grabtafel links Nordseite Chor

Platte gegossen in schwarzem Eisen, wurde 1908 mit der Nachbarplatte vom Kirchhof in die Kirche verlegt.

Ornamentik läuft an der Spitze in Krone aus, am Fuß Gebeinkreuz und Totenschädel. Aufschrift in Majuskeln (hier für bessere Lesbarkeit in Groß-/Kleinschreibung transkribiert):

 

Steh

Wanderer hier Still

Hier ligt der Tugend Bild

Der Eltern Trost und Freud

Im Alter einst ihr Schild

Der Brüder Augenweid

Die Blüthe junger Jahre

Ein alzufrüher Raum

Der schwarzen Todten-Bahre

Auf dessen Lippen ligt

Noch unser Stiller Kus

Und auf dem Angesicht

Von uns ein Thraenen Gus.

Sie ware

Maria Elisabetha Iohanna

eine einige und erwünschte Tochter

von uns durch disen Verlust auf das

empfindlichste gerührten Eltern

Iohann Adam Beyer

Oberamtmann zu Neuffen

und

Susanna Rosina

einer gebohrnen Schmidin

Sie sahe dises Licht der Welt

den 18. Ian: 1746.

und eilte in das Himmels Zelt

den 26. Febr: 1763

Wir wollen einen Bund

mit deinen Brüdern stifften

und diser, liebstes Kind,

soll in dem Herzen stehn

Es wird dis Eisen wohl

dreinsten samt den Schriften

doch dein Gedächtnus nicht

bey uns zu Grunde gehen.

Leichen Text Phil:I.V.23

Ich habe Lust abzuscheiden

und bey Christo zu seyn.

 

Der Vater war Amtmann, die Schwester von dem Pfarrer, die Tochter vom Pfarrer in Beuren wurde die Mutter von Mörike (nachdem sie Apotheker von Ludwigsburg geheiratet hatte).

 

Grabplatte rechts neben Kanzel

Barocke rechteckige Tafel mit blattverziertem Rand,

innen oben und unten eine Schriftplatte, floral gerahmt.

Zentral ein als Rüstung konzipiertes Element:

Zentral gesichtsloser Helm, darüber Krone, auf der Krone eine gerüstete Figur mit einem dreiblättrigen Stab in der Hand.

Unter dem Helm hängt am Hals eine Medaille über einem Brustpanzer.

Zwei Wappenschilde zeigen links denselben gerüsteten Mann von der Spitze

und rechts einen gerüsteten Arm mit einem Florett in der Hand.

 

Aufsatz wohl später: Floral umrankte Schriftplatte:

und 2 Sohnlein Christoph

Fried Waldenberger ät 7 ann

Wilhelm Ludwig Waldenber

ger ät 2 ann Inckelin anna

Magdalena H Beutels Tochter

ät 37 Woch Got Gabe alen ein

froliche Auferstehung

 

oberes Schriftschild:

Leicht Text

2.Tim 4 V 7.8 Ich habe einen

gueten Kampf gekämpfet. Ich ha

be den Lauf volendet ich habe Gla(u)

ben gehalten. Hinfort ist mier

beygeleget die Kron der Ger

echtigkeit.

 

unteres Schriftschild:

Hier ruhet der woledel vest

und manhafte H Joh Wolfg Wal-

denberger Rittmeister v comen

dantavi Hohenneufen begrabe

den 2. Mart 1688 und seine Frau

Maria Magdalena Waldenbe

rgerin

 

Das Grab zu dieser Platte war auf dem Kirchhof, der Stein wurde zum Schutz hereingebracht und befand sich nach 1907 im Chor.

 

Gräber

(nach Stadtpfarrer Metzger, 1909, S.19)

1907 wurden Gräber aufgedeckt:

Eine Reihe, beginnend an der Tür, die in den Chor führt, bis zur gegenüberliegenden Wand, wohl 8 Einzelkammern, jede 1,65 tief, 2,10 lang und 0,70 m breit (ausgemauerte Zwischenwände 0,40 m stark). Die Kammern waren vermutlich mit Steinplatten bedeckt, von denen nur eine ganz abgetretene gefunden wurde.

Wer in den Gräbern lag (und liegt) ist unbekannt. Ein einziges Grab wurde ganz ausgehoben ohne Befund über Knochen hinaus. Sicher bezeugt ist, dass die Jäger'sche Familie im Chor ihren Begräbnisort hatte.

Weitere Inschriften

Nische im Chor, rechts neben der Tür

Inschrift anlässlich der Vollendung des Wiederaufbaus nach dem Stadtbrand. Der Maler Christoph Hermann aus Reutlingen schreibt das im letzten Satz.

 

Gemalte Schrift:

I.N.I.

Anno Salutis MDCJXVII                             = 1667

Divina Adiute Gratia

Renovatio templi Nyffensis

incepta sub Eberhardo II Duce

directorio

Dn. M. Mathäi Aulberi Specialis

Dn. Christofori Caspari L.u??präf.

Dn. Philippi Hegelii Diaconi

Dn. Joh. Wendel Langen Poligrafi

Jakobi Faigen [hinter dieser und der nächsten Zeile Klammer:] cons.

Danielis Koppen       

Christofori Hegelii Chirurg

1.Cor.10 V 31 Omnia in gloriam Die –

per operam Dn. Joh. Christofori

Hermanni pictoris Rutil

XIX perfecta

 

In der Nische ausliegendes Gedenkbuch:

Gedenkbuch für die Opfer des II. Weltkriegs der evangelischen Kirchengemeinde Neuffen,

handschriftlich gestaltet ohne Angaben über den Hersteller und die Herstellungszeit.

 

 

Emporeninschrift

 

Tafel links:

Wo einst das Holzkirchlein zu St. Martin

und später ein romanischer Steinbau stand,

ist in den Jahren 1300-1350 diese Kirche

in frühgotischem Stil errichtet worden.

 

Tafel rechts:

Beim Kroateneinfall anno 1634 schwer

beschädigt und notdürftig hergestellt,

hat ihr 1932 die gründliche Erneuerung

Festigkeit und Schönheit wiedergegeben.

 

unten über beide Tafeln:

Menschenwerk wechselt im Wandel der Zeit;

Gottes Wort bleibet in Ewigkeit.

 

 

Buntglasfenster

 

Chorfenster rechts (hell auf dunklem Grund rechts unten):

W.D. Kohler

V. Saile

1962

 

West: Schrift unten rechts:

W.D. Kohler

V. Saile

1963

Paramente (Kanzelbehang)

Die Kanzel trägt jeweils das Parament, das für den Sonntag am Anfang der Woche aufgehängt wurde. Die jeweils verwendete Farbe folgt den Festlegungen im Kirchenjahr (z.B. im Gesangbuch zu finden ab S. 1516).